Stammzelltransplantation

Autor:  Prof. Dr. med. Stefan Eber, Kilian Hierdeis, Zuletzt geändert: 11.09.2024 https://kinderblutkrankheiten.de/doi/e116946

Eine hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT) kann bei Kindern und Jugendlichen in Erwägung gezogen werden, bei denen die Erkrankung sehr schwer verläuft. Voraussetzung für diese Therapiemöglichkeit ist allerdings, dass der Patient einen so genannten Familienspender hat. Darunter versteht man ein Familienmitglied, bei dem die wichtigen Oberflächenmerkmale der Zellen mit denen des Patienten übereinstimmen. In Anbetracht positiver Ergebnisse mit haploidenter Transplantationen bei Thalassämie und an Sichelzellkrankkheit leidenden Patienten, kann die Option einer haploidenten Transplantation auch bei schwer kranken CDA-Patienten ohne passenden Familienspender berücksichtigt werden.

Bei einer SZT werden dem Patienten in Form einer Bluttransfusion über ein großes Blutgefäß Stammzellen der Blutbildung (Blutstammzellen) verabreicht. Die Stammzellen wurden zuvor aus dem Knochenmark eines gesunden Spenders entnommen, dessen Blut in den meisten Merkmalen mit dem des Patienten übereinstimmt (so genannte allogene Stammzelltransplantation). Vor dieser SZT wird das Knochenmark des Erkrankten, in dem die kranken roten Blutzellen gebildet werden, durch eine Chemotherapie und/oder eine Strahlentherapie zerstört. Nur so kann das gesunde Spendermark das kranke ersetzen und nach einer gewissen Zeit neue, gesunde Blutzellen bilden.

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